LWL Patch Kabel und LAN Kabel WIKI

LWL Kabel - Allgemeine Infos

Das, was man gemeinhin als Glasfaserkabel bezeichnet, heißt mit korrektem Namen eigentlich Lichtwellenleiter oder abgekürzt LWL. Obwohl die Erfindung des LWL Kabels nicht neu ist, hat es seinen Siegeszug erst vor wenigen Jahren angetreten und verdrängt in vielen Gebieten nach und nach das Kupfer, das jahrelang das wichtigste Material bei der Herstellung von Kabeln war.

Glasfaserkabel bestehen in den meisten Fällen aus Fasern reinsten Siliziumdioxids, wobei jede Glasfaser aus Kern (core), Mantel (cladding) und Schutzüberzug (buffer oder coating) besteht. Das Signal wird ausschließlich vom Kern übertragen. Wurde das Kabel richtig gewählt und fachgerecht verlegt, kann durch den Mantel kein Licht aus der Faser entweichen. Die äußere Hülle schützt das Kabel vor mechanischen Belastungen wie Zug, Druck, Witterungseinflüssen oder Biegung.

Um die störungsfreie Datenübertragung zu gewährleisten und den wachsenden Anforderungen und Bedarfen des Markts gerecht zu werden, wurden in jüngster Zeit besonders hochwertige Glasfasern entwickelt, bei denen der Faserkern zusätzlich von einer hoch reflektierenden Fluoridschicht oder einem Cladding auf Basis moderner Nanostruktur umgeben wird. Mit solchen nahezu biegungsunempfindlichen LWL Kabeln kann man auch in Wohnhäusern oder anderen Umfeldern mit ungünstigen Installationsbedingungen eine reibungslose Übertragung gewährleisten.

Unterschied zwischen Kupferkabel und LWL Kabel

Kupfer Lan Kabel werden nach wie vor häufig verwendet, da sie sich leichter in bereits bestehende Netzwerke integrieren lassen und durch ihren niedrigen Preis und die Verlegefreundlichkeit gerade bei Selbstverlegern beliebt sind. Sowohl Anschaffung als auch Montage sind günstiger. Allerdings kann Kupfer in puncto Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit mit der Glasfaser nicht mithalten.
Werden vorkonfektionierte LWL Patchkabel verwendet, können auch die Kosten, die bei der festen Verlegung durch Fachkräfte entstehen, vermieden bzw. reduziert werden.

Ein Punkt, der heute vielen wichtig ist, ist die Abhörsicherheit, die Glasfaserkabel im Gegensatz zu Kupferkabeln bieten. LWL Kabel werden außerdem nicht durch elektrische Störfelder von außen beeinflusst, sind vor Potentialübertragung und also auch vor Blitzschlag geschützt und können in gefährlichen, z.B. explosionsgefährdeten Umfeldern risikofrei verlegt werden. Durch diese Vorteile ist Glasfaserkabel oft dann wirtschaftlicher, wenn alle Punkte auch auf lange Sicht bedacht werden.

Das richtige LWL Kabel finden ist manchmal echt schwer

Wie bei der Kupfertechnik wurden auch bei der Glasfaser Kategorien zur Kenntlichmachung und Unterscheidung von Leistung und Bandbreite definiert. Über die Eigenschaften und Qualität der Faser kann man aus der Bezeichnung Rückschlüsse ziehen.

Es gibt die Faserkategorien OM1, OM2, OM3 und OM4, wobei die Kategorien OM3 und OM4 für die Verwendung im Bereich des Gigabit Ethernet, 10-Gigabit-Ethernet und höher konzipiert wurden, während OM1 und OM2 hauptsächlich für Anwendungen auf LED-Basis geeignet sind.

Zur Kenntlichmachung der Faserstärke werden meist zwei Werte angegeben: Als erstes der Querschnitt des Faserkerns, dann die Stärke der Beschichtung. Liest man z.B. die Kennung 9/125µm, dann weiß man, dass der Querschnitt des Faserkerns 9 µm beträgt und die Dicke der Beschichtung 125 µm. Ein solches Kabel wird auch als Singlemode oder Monomode Faser bezeichnet und eignet sich für den Einsatz bei langen Distanzen. Fasern mit einem Querschnitt von 50 µm oder 62,5 µm werden Multimode Fasern genannt und in Gebäuden oder für kurze Strecken verwendet. Für eine Neuverkabelung mit Multimode empfiehlt sich die die 50/125µm Faser wegen ihrer Optimierung auf moderne Netzwerke und ihrer guten Reichweite.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kabel auf die genaue Bezeichnung! Oft steht auf dem bereits vorhandenen Glasfaserkabel ein Code, mit diesem ebenfalls das Kabel (teilweise) eindeutig indentifiziert werden kann.

Kann man LWL Kabel selbst verlegen?

Im Gegensatz zu Kupferkabeln kann man Glasfaserkabel nicht einfach selbst verlegen. Hat man ein Verlegekabel ohne Stecker und möchte das Endstück, den so genannten Pigtail mit Stecker, anbringen, muss die Faser auf den Punkt genau justiert und dann thermisch verschmolzen werden. Hierzu benötigt man ein Lichtbogen-Spleißgerät und ein OTDR-Messgerät. Beide sind in der Anschaffung sehr kostspielig ist und können von Laien ohne umfassende Schulung nicht bedient werden.

Darum werden hauptsächlich vorkonfektionierte LWL Kabel verwendet, die es in vielen Stärken und Längen hier zu kaufen bzw. zu bestellen gibt. Jedem hochwertigen LWL Patchkabel liegt eine Prüfbescheinigung bei, eine Einziehhilfe, ein Datenblatt und ein OTDR-Messprotokoll. Wenn man sich beim Verlegen genau an die Installationshinweise hält, kann man ein optimales Ergebnis erzielen.

Wenn Sie Hilfe benötigen bei der Auswahl der Netzwerkkabel oder Planung Ihres Netzwerk sind wir gerne für Sie da! Die Beratung ist für Sie kostenlos!

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